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Was versteht man unter Bioverfügbarkeit?

Unter Bioverfügbarkeit versteht man, wie viel eines Nährstoffs in welcher Konzentration an der Wirkstelle im Körper ankommt.

Wir essen eine Banane, in der Kalium, Magnesium und Vitamin B6 sowie Ballaststoffe enthalten sind. Die spannende Frage lautet – was kommt von diesen Nährstoffen in unserem Darm an, was davon gelangt durch die Darmwände in die Blutbahn und wie viel erreicht davon die einzelnen Zellen. Zusammengefasst ist die Bioverfügbarkeit eine Aussage darüber, welche Nährstoffe in welcher Konzentration an der für sie bestimmten Stelle im Körper landen, um dort ihre Wirksamkeit zu entfalten.

Warum sollte es dabei Unterschiede geben?

Wenn mehrere Personen die gleichen Lebensmittel in derselben Menge zu sich nehmen, wird es in den Körpern zu unterschiedlichen Auswirkungen kommen. Leidet eine Person beispielsweise an Übergewicht, ist ihre Blutzusammensetzung durch dauerhafte Insulinausstöße anders zusammengesetzt als bei einer Person, die Normalgewicht hat. Der gleiche Vorgang wird erneut unterschiedliche Ergebnisse hervorrufen, wenn der eine Mensch an Grippe erkrankt ist, während sich der andere bester Gesundheit erfreut. Nehmen beide das gleiche Essen zu sich, wird dieses in dem einen Körper anders verwertet als im anderen Menschen. Der Grund liegt in der unterschiedlichen Arbeitsfähigkeit der Organe wie Leber, Nieren und Bauchspeicheldrüse. Durch die Ess- und Lebensgewohnheiten ist die Struktur jedes menschlichen Körpers einzigartig und ändert sich täglich. Abhängig davon werden aufgenommen Nährstoffe besser oder schlechter verstoffwechselt – also jeder Körperzelle in unterschiedlicher Weise und Menge zugänglich gemacht.

Wie beeinflusst unser Körper die Bioverfügbarkeit von Nährstoffen?

Nicht nur die Blutzusammensetzung, die Beschaffenheit des Gefäßsystems oder die Darmgesundheit haben ihren Einfluss auf die Bioverfügbarkeit von Nährstoffen. Alle Substanzen brauchen ihr „persönliches Umfeld“, um sich im Körper voll entfalten zu können. Gekochte Möhren lieben beispielsweise ein Stückchen Butter. Früher gab es die Butter wegen dem guten Geschmack zum Gemüse. Heute wissen wir, dass fettlösliche Vitamine das Fett brauchen, um für den menschlichen Körper verfügbar zu werden. Bei der Trennkost sollen Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate möglichst einzeln aufgenommen werden, um die verschiedenen Stoffwechselphasen nicht zu stören. Wir wissen auch, dass Stress und Schlafmangel dafür sorgen können, dass die Verdauung nicht mehr reibungslos funktioniert. Überschüssige Stresshormone verändern die Blutzusammensetzung und das kann die Ursache für ein verändertes Zellverhalten sein.

Wie viele Nährstoffe kommen dort an, wo sie gebraucht werden?

Bioverfügbarkeit sagt aus, wie viel einer bestimmten Nährstoffmenge von unserem Körper tatsächlich aufgenommen und verwertet wird. Dabei reicht es nicht einfach aus, die Bioverfügbarkeit der Lebensmittel zu erhöhen (fettlösliche Vitamine plus Fett). Ist der Körper in seiner Funktionstätigkeit gestört (Schwermetalle, Antibiotika, Pille, Übergewicht, Herzerkrankungen…), ist das die Ursache für eine geringere Bioverfügbarkeit der Lebensmittel.

Die Bioverfügbarkeit ist also keine feste Größe, sie variiert aufgrund unterschiedlicher Parameter und zeigt an, wie viele Nährstoffe unserer Nahrung von unserem Körper wirklich genutzt werden können. Dabei beschreibt Bioverfügbarkeit beispielsweise, wie viele Partikel von Arzneistoffen im menschlichen Körper verwertet werden, welche Menge an Nährstoffen aus der Nahrung bis in jede einzelne Zelle vordringt oder wie viele Moleküle aus Hautcremes bis in jede Hautzelle gelangen und dort für Gesundheit sorgen.


Die auf ucandu.de vorgestellten Tipps, Produkte, usw. stellen keine medizinische Beratung dar und ersetzen keinen Arztbesuch. Irrtümer vorbehalten. Kein Anspruch auf Vollständigkeit.

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